Hokkaido
Man nehme etwas Spitz und eine Portion Akita Inu: So könnte man den Hokkaido rein optisch beschreiben. Er ist aber natürlich eine eigenständige Rasse und in seinem Heimatland Japan extrem beliebt. Und das nicht ohne Grund!
Der Hokkaido und seine Geschichte
Der Hokkaido stammt ursprünglich von der gleichnamigen japanischen Insel. Hier lebte vor mehr als 3000 Jahren ein Volk, das mittelgroße, kräftige Hunde hielt, die heute als Vorfahren des Hokkaido gelten. Das Volk trug den Namen Ainu, und das ist auch gleichzeitig der Beiname der Rasse. In Japan ist sie schon seit 1937 ein „Denkmal der Natur“.
Der Hokkaido und sein Charakter
Hokkaidos sind keine Schmusehunde oder Spielgefährten, sondern ausgezeichnete Personenschutzhunde, die hervorragende Jagdeigenschaften besitzen. Sie binden sich meist nur an eine Person und sind diesem Rudelführer treu ergeben. Kommandos von Familienmitgliedern ignorieren sie gerne, wenngleich sie diese akzeptieren und beschützen. Vom Wesen her sind die Hunde sehr sensibel. Fühlen sie sich ungerecht behandelt, reagieren sie gerne beleidigt oder stur. Im Alltag sind sie meist ruhig und souverän, und selbst in stressigen Situationen behalten sie die Ruhe. Ihr Jagdtrieb lässt sich jedoch kaum leugnen.
Kann man einen Hokkaido alleine lassen?
Trotz ihrer Eigenständigkeit sind Hokkaidos soziale Wesen, die ihr Leben nicht in Einsamkeit verbringen möchten. Kürzere Abwesenheitszeiten sind nach einem Training in der Regel aber kein Problem.
Wie oft muss ich mit einem Hokkaido Gassi gehen?
Der Hokkaido läuft gerne und viel. Er will sich aber nicht nur austoben, sondern auch arbeiten. Neben zwei bis drei ausgedehnten Spaziergängen braucht er darum unbedingt geistige Auslastung und Hundesport.
Ist der Hokkaido ein Hund für Anfänger?
Eher nicht. Seine Erziehung ist anspruchsvoll, da er oft stur reagiert, außerdem hat er einen sehr starken Willen und ist sehr selbstbewusst. Die Hunde gehören auf jeden Fall in erfahrene Hände.
Kann man den Hokkaido am Fahrrad mitführen?
Grundsätzlich sind Fahrradtouren eine gute Möglichkeit, die aktiven Hunde auszulasten. Man sollte sie aber langsam an das Fahrrad gewöhnen und an ausreichende Pausen denken.
Der Hokkaido und seine Gesundheit
Von Natur aus ist die Rasse sehr robust und nur wenig anfällig für Krankheiten. Früher waren die Hunde mit ihren Menschen in Wäldern und Bergen unterwegs, wo sie es sogar mit Bären aufgenommen haben. Selbst Verletzungen konnten sie nur schwer davon abhalten. Erbkrankheiten sind keine bekannt, man sollte sich beim Kauf aber den Stammbaum genau anschauen, denn aufgrund der Seltenheit der Rasse ist Inzucht teilweise nicht auszuschließen. Bekommen die Hunde nicht genügend Bewegung, neigen sie zudem zu Übergewicht.
Der Hokkaido und seine Pflege
Der Hokkaido besitzt ein hartes und dichtes Haarkleid mit einer deutlich weicheren Unterwolle. Etwa zwei- bis dreimal pro Woche sollte es gründlich gekämmt oder gebürstet werden. Während des Fellwechsels nimmt man den Kamm oder die Bürste am besten täglich in die Hand. Baden müssen die Hunde nur selten, ganz vermeiden lässt es sich aber nicht. Sie springen zwar selbst gerne mal in den nächsten See und sind auch von Natur aus sehr reinlich, gerade bei sehr aktiven Tieren braucht das Fell aber hin und wieder eine sorgfältige „Grundreinigung“, damit es im Anschluss wieder schön glänzt und die darunterliegende Haut gesund bleibt. Als Halterin oder Halter sollten Sie für Ihren Hund aber niemals Ihre eigenen Shampoos verwenden. Die Zusammensetzung der Produkte ist für Hunde nicht geeignet, da die Tierhaut einen anderen pH-Wert aufweist und deutlich dünner ist. Die Rezepturen würden die empfindliche Hautbarriere massiv schädigen. Hauttrockenheit, Schuppen und Juckreiz wären die für den Hund sehr unangenehmen Folgen. Ebenso ist zu beachten, dass die Pflegeprodukte keine aggressiven, kritischen oder toxischen Inhaltsstoffe enthalten. Typische Beispiele sind Silikone, Mineralöl, Phthalate, Sulfate und künstliche Duft- und Farbstoffe. Bedenken Sie auch, dass Ihr Hokkaido eine sehr feine Nase hat. Viele Produkte, die für den Menschen konzipiert wurden, duften sehr stark, was für das Tier eine wahre Qual sein kann. Das natürliche Samtfell Shampoo von Elbpfoten wurde dagegen speziell für den Hund entwickelt und enthält wertvolle pflanzliche Öle und Extrakte. Die besonders milden Tenside reinigen Fell und Haut gründlich, ohne sie zu reizen oder auszutrocknen. Es spendet reichlich Feuchtigkeit und sorgt für einen wunderschönen Glanz im Fell. Kontrollieren Sie zudem regelmäßig die Augen und Ohren Ihres Tieres. Schmutz und Keime können ansonsten leicht zu Entzündungen führen. Elbpfoten bietet Ihnen auch dafür eine schonende und sanfte Lösung: den Samthaut Augen- und Ohrreiniger, der auf dem gleichen natürlichen Konzept basiert wie das Samtfell Shampoo und nicht abgewaschen werden muss. Das macht die Reinigung von Ohren und Augen für den Hund angenehmer.
Steckbrief Hokkaido
Größe: 46 bis 52 cm
Gewicht: 20 bis 30 kg
Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre
Fellfarben: Schwarz, Weiß, Rot, Sesam, Schwarz-Braun, Schwarz-Loh
Charakterkopf mit eigenem Willen und Jagdtrieb: der Hokkaido
Zugegeben: Ganz einfach zu handeln ist der Hokkaido nicht. Wer ihn nicht für die Jagd oder zum Schutz einsetzt, sollte ihm zumindest viel Bewegung und Beschäftigung bieten. Für die Stadtwohnung ist er darum kaum geeignet, wohl fühlt er sich auf dem Land oder in den Bergen, wenn zu seinem Zuhause ein großes Grundstück gehört. Wenn er dann noch artgerecht gepflegt wird, wozu die hochwertigen Produkte von Elbpfoten beitragen, ist ihm ein glückliches Hundeleben fast schon sicher.