Langhaardackel

Langhaardackel

Wie alle Teckel ist auch der Langhaardackel ein liebenswerter Charmeur, der viel Freude ins Leben seiner Besitzer bringt. Optisch auffallend ist vor allem sein wunderschönes, glänzendes Fell.

Der Langhaardackel und seine Geschichte

Als Urvater aller heutigen Dackel gilt ein kleiner Jagdhund, der im Aufspüren und Verfolgen von Fährten überaus erfolgreich war: die Keltenbracke. Diese Hunde wurden extra für die Jagd auf Dachse und Füchse gezüchtet, da sie mit ihren kurzen Beinchen problemlos in einen unterirdischen Bau kriechen konnten. Mit der Zeit entstand aus der Keltenbracke zunächst der Kurzhaardackel, der gerade bei Jägern sehr beliebt war. Der einstige Kurfürst von Sachsen, Johann Georg II, äußerte jedoch den Wunsch nach einem Dackel mit langem Fell. Man kreuzte Kurzhaardackel darum mit Spaniels aus Deutschland und England. Nachdem die Kreuzung anfangs keinen großen Anklang fand, beschäftigte sich im 19. Jahrhundert der bayerische Züchter Joseph Rangger mit den langhaarigen Dackeln. Mit großem Erfolg! Bis in die siebziger Jahre hinein waren Langhaardackel sogar beliebter als ihre kurzhaarigen Artgenossen.

Der Langhaardackel und sein Charakter

Der Langhaardackel ist von allen Dackeln der freundlichste, folgsamste und ruhigste. Er ist aber auch ein mutiger und leidenschaftlicher Jäger, der über sehr viel Selbstbewusstsein sowie eine ausgezeichnete Nase verfügt und einen eigenen Kopf hat. Außerdem ist er intelligent und lernwillig. Langweilt er sich im Alltag, gräbt er gerne mal den Garten um oder kaut an Möbeln. Darum braucht er viel Beschäftigung und Abwechslung. Wird er artgerecht gehalten und gut erzogen, ist er ein idealer Familienhund, der eine enge Bindung an seine Menschen entwickelt.

Kann man einen Langhaardackel alleine lassen?

Etwa vier Stunden pro Tag kann ein gut ausgelasteter Dackel alleine bleiben. Hundebesitzer sollten dies aber mit ihrem Tier üben und anfangs nur für wenige Minuten das Haus verlassen.

Wie oft muss ich mit einem Langhaardackel Gassi gehen?

Ein Auslauf von zwei Stunden am Tag ist für einen gesunden und ausgewachsenen Dackel ideal. Wer in der Nähe von Waldgebieten mit Wildbestand wohnt, sollte die Hunde aber stets an die (Schlepp-)Leine nehmen.

Ist der Langhaardackel ein Anfängerhund?

Die geringe Größe der Hunde täuscht: Langhaardackel lassen sich nämlich nicht immer ganz leicht erziehen. Sie sind clever und nutzen Führungsschwächen sofort aus. Somit sind sie nur bedingt für Anfänger geeignet.

Kann man mit einem Langhaardackel Fahrrad fahren?

Eher nicht, denn durch die kurzen Beinchen müssen die Tiere schon bei einem moderaten Tempo rennen. Am besten fahren Dackel in einem Anhänger oder Fahrradkorb mit.

Der Langhaardackel und seine Gesundheit

Wie alle Teckel hat auch der Langhaardackel eine erhöhte Neigung zur sogenannten Dackellähme. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form des Bandscheibenvorfalls, die den Hunden oft erhebliche Probleme bereitet. Hin und wieder ist bei der Rasse auch das Auftreten von Rheuma, Epilepsie und Herzerkrankungen zu beobachten. Außerdem neigen Dackel gelegentlich zu Übergewicht, das heißt, man sollte unbedingt auf eine artgerechte Ernährung sowie ausreichend Bewegung achten.

Der Langhaardackel und seine Pflege

Die Rasse verfügt über ein gerades und sehr weiches Fell, das am Bauch, an der Brust, an den hinteren Beinen und an der Rute etwas länger ist. An diesen Stellen bilden sich schnell Verfilzungen, wenn die Tiere nicht regelmäßig gebürstet oder gekämmt werden. Regelmäßig bedeutet: mindestens dreimal wöchentlich, eher öfter. Ein unternehmungslustiger Langhaardackel muss höchstwahrscheinlich ab und zu gebadet werden. Das liegt zum einen an seinem bodennahen Körperbau, zum anderen aber auch an seiner Vorliebe, durch das Unterholz zu streifen. Allerdings sind beim Baden ein paar Dinge zu beachten. Hundebesitzer dürfen nämlich auf keinen Fall ihre eigenen Pflegeprodukte für die Tiere verwenden, denn die sind aufgrund ihrer Zusammensetzung und ihres pH-Wertes für Hundehaut gänzlich ungeeignet. Sie würden die Haut reizen, irritieren und/oder stark austrocknen lassen, was oft mit massivem Juckreiz einhergeht. Zu empfehlen ist dagegen das Haustier-Shampoo von Elbpfoten, dessen Rezeptur explizit auf die Bedürfnisse der Hundehaut abgestimmt wurde. Es ist sehr sanft, reinigt aber absolut gründlich und greift den Hautschutzmantel der Hunde nicht an. Um Entzündungen der Augen und Ohren vorzubeugen, müssen diese bei Bedarf ebenfalls gereinigt werden. Auch dabei muss die eigene Hausapotheke natürlich tabu bleiben. Die Augen- und Ohrreiniger von Elbpfoten befreien mit ihrer einzigartigen Formulierung aus wertvollen pflanzlichen Extrakten gründlich von Schmutz, ohne dass es zu Irritationen kommt. Um dem Tier die unverzichtbare Prozedur zu erleichtern, muss der Reiniger noch nicht einmal abgewaschen werden. Damit die Pfötchen vom Laufen auf hartem Boden nicht rau werden, empfiehlt es sich außerdem, die Elbpfoten Pfotenpflege aufzutragen. Sie spendet intensiv Feuchtigkeit, schützt die Pfoten und beruhigt sie. Selbstverständlich sind alle Elbpfoten Tierpflegeprodukte frei von schädlichen Inhaltsstoffen. Dazu zählen unter anderem Mineralöle, Silikone, Phthalate, Parabene, Ethanolamin-Verbindungen und Sulfate. Diese und andere sind in keinem Elbpfoten-Produkt enthalten.

Steckbrief Langhaardackel

Größe: bis 25 cm

Gewicht: etwa 9 kg

Lebenserwartung: 13 bis 15 Jahre

Fellfarben: braun, rot, gelb, schwarz, grau

Der Langhaardackel, ein quirliger Familien- und Begleithund

Der Langhaardackel hat zwar einen Dickkopf, sein Temperament ist aber eher gemäßigt, so dass er sich mit etwas Mühe gut erziehen lässt. Als treuer Freund und Gefährte für aktive Familien, Paare und Singles mit ausreichend Zeit ist er daher perfekt geeignet. Damit sein traumhaft weiches Fell immer schön gepflegt bliebt, sind die hochwertigen und schonenden Produkte von Elbpfoten eine ideale Wahl.

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