Havaneser, 2 kleine Hunde

Havaneser

Wer glaubt, dass die kleinen Havaneser mit dem niedlichen Aussehen reine Sofa-Hunde sind, der täuscht sich. Die wuscheligen Charmeure wollen spielen, toben, schnüffeln … und natürlich ganz viel kuscheln.

Die Geschichte der Havaneser

Wer den Rasse-Namen hört, der denkt automatisch an Havanna, die Hauptstadt von Kuba. Tatsächlich stammen die Hunde aber ursprünglich aus dem italienischen und spanischen Mittelmeerraum. Man nimmt an, dass die Tiere mit italienischen Kapitänen auf dem Seeweg nach Kuba gelangten. Bis heute ist unklar, ob der Vorfahre der Rasse der Malteser, der Bologneser oder doch eher der mittlerweile ausgestorbene Bichon Teneriffe war. Fest steht jedoch, dass die freundlichen Hunde die Herzen von Hundeliebhabern auf der ganzen Welt auch heute noch im Sturm erobern.

Der Havaneser und sein Charakter

Er sieht aus, als könne er kein Wässerchen trüben, dabei ist der liebenswerte Havaneser ein sehr aufgewecktes, neugieriges, aufgeschlossenes und intelligentes Köpfchen. Er liebt Menschen und vor allem Kinder, daher eignet er sich auch gut als Familienhund. Er zeigt im Normalfall keinerlei Aggressionen und kann von Streicheleinheiten gar nicht genug bekommen. Ganz typisch für die Rasse: Die Hunde lernen schnell und mit großer Begeisterung verschiedene Tricks.

Kann man einen Havaneser alleine lassen?

Wenn man das Alleinbleiben mit ihm trainiert und es sich immer nur um wenige Stunden handelt, spricht nichts dagegen. Vorher und nachher braucht er jedoch ausreichend Beschäftigung. Wenn er zu oft und zu lange allein bleibt, wird er seinen Unmut womöglich durch anhaltendes Kläffen oder das Zerkauen von Gegenständen äußern.

Wie oft sollte ich mit meinem Havaneser Gassi gehen?

Ein längerer Spaziergang plus zwei bis drei kürzere Gassi-Runden: So könnte das Wohlfühl-Tagesprogramm für einen Havaneser aussehen. Trotz seiner geringe Größe ist er nämlich sehr bewegungsfreudig, so dass er auch an moderaten Wanderungen mit Begeisterung teilnimmt.

Der Havaneser und seine Erziehung: Ist er ein Anfängerhund?

Die kleinen freundlichen Hunde, die quasi niemals aggressiv werden, sind auch für Anfänger gut geeignet. Die Rasse ist jedoch für eine gewisse Bellfreudigkeit bekannt, weshalb eine zwar liebevolle, aber auch konsequente Erziehung ohne Härte und Strenge erforderlich ist. Manchmal stellen Havaneser ihre Ohren bewusst auf Durchzug, das heißt, auch die Abrufbarkeit sollte unbedingt gut geübt werden.

Kann ich mit einem Havaneser Fahrrad fahren?

Mit ihren kurzen Beinchen würden die kleinen Hunde neben dem Fahrrad nur eine überschaubare Strecke in einem moderaten Tempo schaffen. Besser ist es, sie in einem geeigneten Transportkorb und ausreichend gesichert auf dem Fahrrad mitzunehmen.

Der Havaneser und seine Gesundheit

Wie bei vielen kleinen Rassehunden treten auch beim Havaneser hin und wieder einige Krankheiten auf. Die Verrenkung der Kniescheibe (Patellaluxation) gehört ebenso dazu wie verschiedene Herz- und Lebererkrankungen. Auch die Augen scheinen bei der Rasse anfällig zu sein: So werden gelegentlich der Graue Star und die Netzhauterkrankung Retinadysplasie beobachtet. Interessenten sollten sich darum immer an einem seriösen Züchter wenden, der seine Zuchttiere auf verschiedene Krankheiten testen lässt.

Diese Pflege braucht der Havaneser

Man sollte den Pflegeaufwand beim Havaneser nicht unterschätzen, denn damit das seidige Fell dauerhaft gesund und schön bleibt, muss es täglich gebürstet werden. Es wächst nämlich sehr schnell, wodurch gerade rund um die Ohren und hinter den Ellenbogen unangenehme Knötchen entstehen können. Diese Bereiche sollten bei der täglichen Fellpflege besonders kontrolliert werden. In den Ohren und rund um die Augen setzt sich außerdem leicht Schmutz ab. Die Keime und Bakterien können zu langwierigen Infektionen führen. Umso wichtiger ist es, auch diesen Partien jeden Tag etwas Aufmerksamkeit zu schenken. Mit dem milden Augen- und Ohrreiniger von Elbpfoten, der speziell für Hunde und Katzen entwickelt wurde, lassen sich Verschmutzungen sanft und gründlich entfernen. Manchmal kann es auch erforderlich sein, das Tier komplett abzuduschen oder zu baden. Einige Hundebesitzer machen noch immer den Fehler, ihre eigenen Pflegeprodukte für ihre Vierbeiner zu verwenden. Doch das kann im schlimmsten Fall böse Folgen haben, da unsere menschliche Haut einen völlig anderen pH-Wert hat als Hundehaut und die Zusammensetzung daher für die Tiere ungeeignet ist. Somit drohen Juckreiz, Hautirritationen und ein massives Austrocknen der Haut. Eine schlechte Wahl sind aber auch Hundeshampoos, in denen Inhaltsstoffe wie beispielsweise Sulfate, Parabene, synthetische Duftstoffe, Mineralöle, Silikone und Phthalate stecken. Sie stehen zum Teil im Verdacht, krebserregend zu sein oder in den Hormonhaushalt der Hunde einzugreifen. Viel besser sind die schonenden Elbpfoten Shampoos, die ebenfalls speziell für Hunde und Katzen entwickelt wurden. Sie enthalten zum Beispiel natürlichen Algen- und Ringelblumenextrakt und Hafersamenöl. Diese Produkte pflegen, beruhigen, spenden Feuchtigkeit und sorgen für ein schönes glänzendes Fell.

Steckbrief Havaneser

Größe: 21 bis 29 cm

Gewicht: 3,5 bis 6,0 kg

Durchschnittliche Lebenserwartung: bis zu 16 Jahre

Fellfarbe: reinweiß oder falbfarben mit verschiedenen Tönungen

Der Havaneser: Er schleicht sich einfach in jedes Herz

Der Havaneser ist der perfekte Begleithund für Menschen, die gerne spazieren gehen, bereit sind, mit ihrem Tier zu spielen, und viel Zeit haben für Streicheleinheiten. Die kleinen Temperamentbündel brauchen zwar relativ viel (Fell-)Pflege, dafür machen sie ihren Besitzern aber auch jede Menge Freude.

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