Ungarische Bracke

Ungarische Bracke 

Offiziell wird die Ungarische Bracke unter dem Rassenamen Erdélyi Kopó geführt. Eine weitere Bezeichnung ist Transylvanischer Laufhund. Alle drei Begriffe beziehen sich auf die gleichen Hunde, nämlich auf die mittelgroßen Jagdhunde mit der enormen Kraft und der anmutigen Eleganz.



Die Ungarische Bracke und ihre Geschichte


Die Ungarische Bracke ist durch und durch ein Spür- und Jagdhund. Sie spürt sehr erfolgreich Fährten auf und verfolgt sie, wobei sie immer wieder ihren ausgeprägten Orientierungssinn einsetzt. Die Hunde verfügen über ein gewisses Temperament, neigen aber nicht zu Nervosität, sondern sind ausgeglichen, mutig und entschlossen. Künftige Halter sollten wissen, dass der Transsylvanische Laufhund problemlos in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen, und dies auch anstrebt. Zu erwähnen ist außerdem sein starker Beschützerinstinkt, weshalb er nicht nur zur Jagd, sondern auch als Wachhund eingesetzt wird. 



Kann man eine Ungarische Bracke alleine lassen?


Als Siebenbürgen im späten 19. Jahrhundert noch zu Ungarn zählte, entstand aus der Vermischung von Siebenbürger Jagdhunden und schwarzen Bracken die sogenannte Siebenbürger Bracke, die jedoch schon einige Jahrzehnte später als nahezu ausgestorben galt. Erst 1963 bauten Kynologen die Rasse auf Basis der wenigen noch lebenden Exemplare wieder auf. Noch im gleichen Jahr wurde sie unter der Bezeichnung Erdélyi Kopó von der FCI anerkannt. 



Die Ungarische Bracke und ihr Charakter


Da die Ungarische Bracke für die Wohnungshaltung nur sehr bedingt geeignet ist, sollte man sie zu Hause auch nicht lange alleine lassen. Die Hunde bellen recht häufig, was die Nachbarn stören könnte. Außerdem müssen sie körperlich und geistig ausreichend gefordert werden. 


Wie oft muss die Ungarische Bracke Gassi gehen?


Klassische Spaziergänge „um den Block“ werden die Ungarische Bracke definitiv unterfordern. Sie braucht sehr viel Bewegung und idealerweise auch Sport wie beispielsweise Agility oder Spurensuche. 



Ist die Ungarische Bracke ein Anfängerhund?


Nein, die Rasse gehört in erfahrene Hände und eignet sich auf keinen Fall für Anfänger. Sie braucht eine genauso einfühlsame wie konsequente Erziehung sowie klare Grenzen, da sie ansonsten ihre eigenen Entscheidungen treffen wird.


Kann man mit einer Ungarischen Bracke Fahrrad fahren?


Das Laufen neben dem Fahrrad kann eine Möglichkeit sein, den Hunden, die scheinbar nie ermüden, genug Bewegung zu verschaffen. Am wohlsten fühlen sie sich jedoch bei jagdbegeisterten Menschen. 



Die Ungarische Bracke und ihre Gesundheit


Die Ungarische Bracke ist ein sehr robuster Hund und kommt auch mit extremen Witterungsbedingungen (Hitze, Kälte, Regen) in der Regel sehr gut zurecht. Über rassetypische Krankheiten ist bislang nichts bekannt. Auch andere Erkrankungen kommen nur selten vor, sie lassen sich im Laufe eines Hundelebens aber natürlich nicht ganz ausschließen. Wenn sich der Hund viel und artgerecht bewegt, wird er auch keine Probleme mit Übergewicht bekommen.



Die Ungarische Bracke und ihre Pflege


Der Transsylvanische Laufhund braucht zwar viel „Action“, aber verhältnismäßig wenig Pflege. Das kurze, dichte Fell sollte natürlich ab und zu gebürstet werden. Werden die Hunde bei der Jagd oder zur Bewachung eingesetzt und halten sie sich bei Wind und Wetter draußen auf, kann ein gelegentliches Bad sinnvoll sein. Obwohl die Rasse sehr robust ist, dürfen zum Baden jedoch auf keinen Fall klassische Shampoos und Duschgele verwendet werden, da diese auf den pH-Wert von Menschen abgestimmt sind. Der pH-Wert von Hunden weicht davon erheblich ab, was zu Hautirritationen, extremer Trockenheit und starkem Juckreiz führen kann. Das sehr gut verträgliche und milde Hundeshampoo von Elbpfoten ist für die Ungarische Brackedagegen optimal, denn es enthält unter anderem Algen- und Ringelblumenextrakt sowie Hafersamenöl. Das Shampoo reinigt nicht nur gründlich und sanft, es spendet auch wertvolle Feuchtigkeit und trägt dazu bei, dass die Ungarische Bracke ein schönes glänzendes Fell bekommt. 

Die Ungarische Bracke und ihre Ohren


Da die Ungarische Bracke bei der Jagd meist im Wald und im Dickicht unterwegs ist, sollten darüber hinaus auch die Augen und Ohren regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden. Wird dies vom Halter versäumt, drohen hartnäckige Infektionen und – durch das feuchte Milieu in den Ohren – ein Pilzbefall. Die Augen- und Ohrenreiniger von Elbpfoten sind hier wieder das Mittel der Wahl. Die Formulierung muss nicht abgewaschen werden, reinigt aber sehr gründlich und ist besonders mild. Generell sollten Hundebesitzer stets auf eine hochwertige und verantwortungsvolle Tierkosmetik achten, die frei von bedenklichen Petrochemikalien wie Aldehyde und Benzolderivate ist und ohne Silikone, synthetische Duftstoffe, Parabene, Sulfate, Phthalate und die Ethanolamin-Verbindungen Diethanolamin (DEA) und Triethanolamin (TEA) auskommt. Die Marke Elbpfoten bietet diese hochwertige Tierkosmetik.

Steckbrief Ungarische Bracke

Größe: 55 bis 65 Zentimeter
Gewicht: 25 bis 30 Kilogramm
Lebenserwartung: zehn bis zwölf Jahre
Fellfarben: schwarz, rot



Die Ungarische Bracke, ein idealer Hund für erfahrene Jäger


Der Erdélyi Kopó ist ein sehr selbstständiger Hund mit einem ausgeprägten Jagdtrieb und einem schier grenzenlosen Bewegungsdrang. Er eignet sich für Jäger und für sportliche, aktive Menschen, die sich viel in der Natur aufhalten, und braucht unbedingt eine solide Erziehung. Kann er sich bei seinen Menschen optimal entfalten, ist er ein wunderbarer Gefährte, der für jedes Abenteuer zu haben ist. Ein reiner Wohnungshund ist er hingegen nicht. Mit den Produkten von Elbpfoten bleibt er auch bei häufigem Aufenthalt im Freien gepflegt.

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